Motivation, Visualisierung und Ziele

Die Crossfit Games Open sind im vollen Gange und jeder von uns ist total motiviert um sein Bestes zu geben! So ist es auch richtig, doch wieso fällt es uns in den restlichen Wochen und Monaten des Jahres öfter mal an Biss!? Ganz einfach! Uns fehlt es an Zielen die uns motivieren und zu Bestleistungen antreiben!

Daher ist es unabdinglich für einen Sportler sich Ziele zu setzen, welche er über eine gewisse Zeit verfolgt und diese sich auch nieder zu schreiben.
Dabei sollte man zwischen langfristigen, mittel- und kurzfristigen Ziele unterscheiden. Arbeite dich also von den langfristigen Zielen (wo willst du in 5 Jahren stehen) rückwärts über die mittelfristigen (Jahresziel) zu den kurzfristigen Zielen (diese können Monatlich oder Quartalsweise gesetzt werden).

Sei realistisch aber nicht zurückhaltend und schreibe alles für dich auf. Mach dir Gedanken wie du diese Ziele erreichen kannst, wen du dafür kontaktieren solltest oder was du dafür machen musst. Deine Ziele sollten stets in der Gegenwart geschrieben werden. Zum Beispiel: Ich mache 20 Wall Balls am Stück, ich Kniebeuge 100kg usw.

Um dich mit deinen persönlichen Zielen identifizieren zu können ist unglaublich wichtig zu wissen WARUM man sich genau diese gesetzt hat. Stell dir vor wie du dein Ziel erreichst, wenn du bei der Vorstellung direkt anfängst innerlich zu brennen und voller Tatendrang bist– im Idealfall bekommst du Gänsehaut – dann hast du für dich genau die richtigen Ziele gewählt. Wenn das jedoch nicht der Fall seinen sollte, dann gehe nochmal in dich und überdenke das Ganze. Versuche dir bewusst zu werden aus welchem Grund du es machen möchtest, was treibt dich an?! Wenn du dann für dich persönlich die Antwort gefunden hast, dann kostet es dich gar keine Kraft mehr dich aufzuraffen und zum Sport zu fahren und dort eine Stunde lang Vollgas zu geben … du bist Motiviert 😉

Glaube stets an deine Ziele und stell dir vor wie du sie erreichst.

Das bildliche Vorstellen (Visualisieren) zählt zu den am häufigsten angewendeten Techniken des psychologischen Trainings. Viele von uns setzen diese Technik ein, ohne sie je bewusst gelernt zu haben. Beim Visualisieren stellen sich die Athleten eine Situation oder Bewegung vor und simulieren mental ein wirkliches Ereignis. Es ist, als ob ein Film im Kopf abläuft, den sie selbst bewusst lenken und steuern können. Dazu können die Vorstellung der eigenen Bewegung, Erinnerungsbilder der eigenen Bewegungsausführung, sowie fremde Vorbilder dienen.

Ziele des Mentalen Trainings ist das Erlernen von Bewegungen, ihre Präzision aber auch die Stabilisierung komplizierter Bewegungsabläufe. Der sportliche Lernprozess kann auf diese Weise wesentlich beschleunigt werden. Auch kann das Durchspielen einer perfekten Bewegung zu einer Erhöhung der Präzision führen. Es dient unter anderem zur Verbesserung oder Vertiefung technischer Abläufe.

Jedoch können bei falsch ausgeführten Bewegungen über Jahre tiefliegende Fehler entstehen, welche zeitaufwendig zu beseitigen sind. Daher ist die Wahrnehmung einer möglichst fehlerfreien Ausführung der Übung enorm wichtig, um sich diese im Geiste dann richtig vorstellen zu können.

Wenn wir nun an etwas Positives oder Negatives denken, mixt unser Gehirn sozusagen einen Hormoncocktail zusammen, der unsere körperliche Leistungsfähigkeit steigern lässt oder auch nicht. Visualisierungen dürfen also nie negativ sein. Stattdessen sollte man sich einen positiven Handlungsplan bereitlegen.

Der Athlet, der sich schon vorstellt, wie er die 100kg über Kopf im Snatch steht geht mit einer größeren Sicherheit an den Start als jemand, der einen ungültigen Versuch oder einen kapitalen Fehler vor Augen hat. Visualisierung kann auch als Stütze dienen und einem Sportler innere Sicherheit und Selbstvertrauen verleihen, sowie Ängste und Hemmungen entgegenwirken. Die Tatsache, dass eine vorliegende Aufgabe zumindest mental bewältigt worden ist, kann die positive Leistungseinstellung des Sportlers steigern.

Dies kannst du nutzen um dich schon mal auf dein Training mental vorzubereiten und deine Motivation weiter hoch zu halten.
In den letzten Jahren haben sowohl Mentales Training als auch Visualisierungstechniken mehr und mehr Einzug im Sport erhalten. Nicht verwunderlich ist daher, dass diese psychologische Trainingsmethode zunehmend an Bedeutung im Sport gewinnt!

Glaubt also stets an euch, denn wir tun es auch!

Coach Eugen